DIE SCHLACHT BEI POLTAWA  
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Die Massengräber der schwedischen Soldaten,
die in der Schlacht von Poltawa gefallen sind
 
Foto-Galerie   

  Im Jahre 1999 ist man im Schwedischen Königlichen Militärarchiv (Stockholm) auf eine große Kollektion an Fotos, die im Sommer 1911 in Poltawa und in dem Poltawaer Gouvernement aufgenommen worden sind, gestoßen. Ein Teil dieser Fotos zeigt die Ausgrabungen auf dem Schlachtfeld von Poltawa. Später wurde herausgefunden, dass die Aufnahmen von zwei schwedischen Offizieren des Nord-Skonsker Heeresregiments stammen: von Karl Beneditsch und Frei Rajdeberg.
  Während ihrer Hospitation im Generalstab der Schwedischen Armee bekamen sie die Aufgabe, das Schlachtfeld in Poltawa zu besuchen, dieses topografisch aufzunehmen und die wichtigen Stellen der Massengräber der Soldaten Karl des Zwölften, die am 27. Juni 1709 gefallen sind, auf der Karte zu markieren. Es war bekannt, dass die gefallenen Schweden, dessen Zahl zwischen 6 und 7 Tausend variiert, eilig in den Graben und den sumpfigen Niederungen vergraben wurden. Einige der in Gefangenschaft geratenen Geistlichen haben eine Totenmesse für die gefallenen Landsleute zelebriert. Die Stellen der vermuteten Massengräber wurden jedoch nicht erforscht. Die Regierung des Russischen Imperiums erteilte eine Genehmigung für eine Reise, auf der Fotoaufnahmen gemacht werden konnten und eine Karte vom ganzen Gebiet der militärischen Handlungen im Zeitraum von Januar bis Juni 1709 hergestellt wurde. Der Poltawaer Vize-Gouverneur S.D. Bibikow händigte den schwedischen Offizieren die entsprechenden Dokumente über das Freizügigkeitsrecht und das Recht zu fotografischen und topografischen Aufnahmen des Feldes der Schlacht von Poltawa aus. Karl Beneditsch und Frei Rajdeberg ist es gelungen, die Hauptplätze des massenhaften Untergangs der schwedischen Soldaten zu ermitteln: es war der Bereich der dritten längs verlaufenden Redoute und der linken Flanke der Schwedischen Armee in der Schlussphase der Schlacht. An den Ausgrabungen beteiligte sich aktiv der Direktor der Kolonie für geistig Behinderte, der Mitglied der Poltawaer Archivkommission, Alexander Felixowitsch Maltzew, der durch seine ehrenamtliche Tätigkeit bekannt war. Ihm ist es auch zu verdanken, dass noch weitere Massengräber im Bezirk Tachtaulowo und Malyje Pawlenki entdeckt wurden. Ein Teil der gefundenen überreste der schwedischen Soldaten wurde in die Heimat gebracht und dort detailliert untersucht. Danach wurden sie auf dem Territorium des Klosterfriedhofs in der Stadt Vagsten beerdigt. In ihrem Bericht an den Generalstab betonten Karl Beneditsch und Frei Rajdeberg die Notwendigkeit, über einem der entdeckten Massengräber, einen Grabhügel mit einem Kreuz als Andenken an die gefallenen Soldaten Karl des XII. zu errichten.

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